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Musikhandschrift

Zelenka, Jan Dismas

[ermittelt]

Miserere in d-Moll

  • Online lesen
  • Werkinformation

    Besetzungshinweis: V (3), Coro, orch
    Werkverzeichnis: ZWV Z 56
    Sprache: Latein
    Schlagwort: Psalmen
    Liturgische Feste: Hebdomada Sancta, Quadragesima
  • Quellenbeschreibung

    Originaler Titel: [cover title:] Miserere à 4: | C: A: T: B: | Violin 2 Oboe 2 Viole ò Tromboni 2 | e Basso Contin: | à Dresda li 25 Marzo | 1722. | di | Giov: Disma Zelenka.
    [white cover label, by later hand in pencil:] Miserere
    | ~ | Zelenka | Part + Sopr[an] + Altstim̅en | [at left:] Dm[oll] c [= meter]
    Material:
    • score: 37f.
      Autograph: 1722-1725 (1. Fassung 25.03.1722, 2. Fassung 1725); Wasserzeichen: version 1: W-Dl-245 [crossed keys] [countermark:] "CVC", version 2: W-Dl-226 [coat of arms of Strasbourg under lily] [countermark:] "IV", p.67-72: W-Dl-433 "ICH" [lily in crowned shield with appended mark, beneath "ICH"] [countermark:] "KB"; Different sizes
      Bemerkungen zum Material: 1f. Blaues Titelblatt, 32f. Partitur im Querformat (26 x 22,5 cm, f.20-22: 22,5 x 28 cm) und 4f. im Hochformat (Doxologie, f.34-37, 30 x 22,5 cm). Beiliegend jüngeres Titeletikett und Muster (schwarz-weiß) des ehemaligen Überzugs.
      Von der besitzenden Bibliothek D-Dl mit Bleitstift paginiert; p.66 und 74 unbeschrieben.
    • Einband: Im Zuge der Restaurierung neu angefertigter Halblederband (mit gelb-schwarz-grauem Marmorpapier bezogen).
  • Musikincipits

    1.1.1 vl 1, c GraveIncipit Nr. 1.1.1 ("Viol. 1 e l'oboe 1")
    1.1.2 S coro, c Incipit Nr. 1.1.2 – Miserere, mei Deus secundum magnam misericordiam tuam
    1.2.1 S coro, 3 [Doxologie].Incipit Nr. 1.2.1 (Beginning with S, A, T only (solo voices?))
    Gloria patri, et filio et spiritui sancto
  • Weitere Angaben und Bemerkungen

    Besetzung: S, A, T, Coro S, Coro A, Coro T, Coro B, vl (2), vla (2), bc, ob (2), trb (3)
    Bemerkungen: Die autographe Partitur enthält zwei Fassungen des Miserere. Die erste Fassung (Querformat ohne kleinformatige Seiten) berücksichtigt alle Psalmverse und entstand 1722 zur Aufführung in der Matutin zum Kardonnerstag; die zweite Fassung wurde von Zelenka höchstwahrscheinlich zur Aufführung in in einer Andacht der Fastenzeit 1725 erstellt. Für diesen Zweck vertonte er die Psalmverse 8 bis 10 ("Auditui meo dabis" bis "Redde mihi ...") neu (kleinformatige Seiten im Querformat), ließ die Verse 15 bis 20 ("Docebo iniquos" bis "Benigne fac ...") wegfallen - siehe den Vermerk "NB Volti Subito | fino al | Tunc acceptabis" auf p.44 - und fügte eine Doxologie an (Hochformat). Siehe hierzu das Vorwort von Gerhard Poppe in ThammZ 2005, p.V-VI, zur liturgischen Bestimmung der Fassungen auch ferner HornZ 1989.
    Über der Vertonung der zweiten Hälfte von Vers 5 ("et a peccatum meum contra me est semper", p.21): "questo versetto si pol cantare in due maniere, prima come stà, secon- | da volta si pol cantare con il libro al riverscio: [= al rovescio]". - Das Notenblatt kann auf den Kopf gestellt und der Satz rückwärts abgesungen werden. Ähnlich die kontrapunktische Tüftelei bei der Vertonung von Vers 15 ("Docebo iniquos vias tuas ...") im "Versetto circolare" (p.50). Zu beiden Stellen siehe ThammZ 2005 (wie oben).
    Am Ende der Teilabschnitte jeweils Vermerke zum Taktumfang.
    Notation der Akkoladen über zwei Seiten auf p.24-29.
    Überklebungen durch Zelenka auf folgenden Seiten: p.31, 46 und 57. Bei der Restaurierung wurden die Überklebungen zunächst abgelöst und dann aufklappbar wieder an der Seite befestigt.
    Im Kopf der Titelseite Vermerk "Originale" (von Zelenka?) und auf die Inventarisierung in CatChiesa 1765 und 1780 bezogener Vermerk von anderer Hand: "No: 2".
    In CatChiesa 1765 und 1780 mit Partitur und Stimmen verzeichnet; unter der Signatur Mus.2358-D-62 waren bis 1945 vierundzwanzig Stimmen in D-Dl vorhanden.
    Laut Standortkatalog der besitzenden Bibliothek D-Dl ging der Provenienzgang des Manuskripts von der katholischen Hofkirche über die Königliche Öffentliche Bibliothek zu Karl Pembauer und 1974 zurück in die Sächsische Landesbibliothek.
    Diese Musikquelle ist Gegenstand des DFG-Projekts „Die Notenbestände der Dresdner Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung aus der Zeit der sächsisch-polnischen Union“. Weitere Informationen unter http://hofmusik.slub-dresden.de.
    Katalogeintrag ZelenkaI: http://digital.slub-dresden.de/id425379515//63
    Katalogeintrag CatChiesa 1765: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001A38800000145
    Katalogeintrag CatChiesa 1780: http://digital.slub-dresden.de/id425373169//62
    Externe Links: Digitalisat [digitized version] Digitalisat der Partitur
    Literatur: ZelenkaI 1726 p.56, [no.2] , CatChiesa 1765 Schrank III/Z/19/2, no.2 , CatChiesa 1780 Schrank III/Z/18/2, no.2 , ThammZ 2005 p.I-XXIV, 1-58
  • Provenienz und Fundort

    Vorbesitzer: Pembaur, Karl Maria [ermittelt]
    Bestand-EN-2: Katholische Hofkirche, Dresden Königliche Öffentliche Bibliothek Dresden, Dresden
    Provenienz: Katholische Hofkirche, Königliche Öffentliche Bibliothek [Dresden]
    Alte Signatur: [Schrank III/Z/19/2], no.2, [Schrank III/Z/18/2], no.2, Mus.Q 2038
Bibliothek (Sigel Signatur): D-Dl  Mus.2358-D-504
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